Die Idee

Legasthenie und Dyskalkulie ist in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema. Obwohl mittlerweile ein Siebentel der heutigen Kinder und Jugendlichen davon betroffen sind, besitzt die Öffentlichkeit keine oder nur mangelhafte Informationen zu diesem Phänomen.

       

 

Die Betroffenen selber stellen schulisch und auch beruflich eine Randgruppe dar, deren großes gesellschaftliches Potential nicht erkannt wird, da der Fokus auf der „Schwäche“ in den spezifischen Kulturtechniken liegt. Die Folge davon ist ein Missverstehen und ein Fehlurteil über die Leistungen dieser Menschen. Daraus resultiert bei den Betroffenen Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen, Zweifel am eigenen Lebensweg und seinen Möglichkeiten.

 

 

Dabei besitzen gerade jene Menschen häufig außergewöhnliche Fähigkeiten im kreativen oder logischen Bereich (Albert Einstein oder Walt Disney, um nur zwei Betroffene zu nennen). Mit ihrer Gabe in mehreren Ebenen gleichzeitig zu denken und Zusammenhänge schnell zu erkennen, bieten diese Menschen auch auf sozialer Ebene in allen Berufssparten unserer Gesellschaft die Chance Teamfähigkeit und Vernetzung der Arbeitsbereiche zu forcieren.

 

 

 

Mit diesem Musicalprojekt soll eine breitere Öffentlichkeit auf dieses Thema aufmerksam gemacht werden. Erstmals wird hier jungen Menschen die Gelegenheit gegeben für sich selbst zu sprechen und ihre spezifischen Begabungen der Öffentlichkeit präsentieren zu dürfen.

 

         Das muss sich ändern:

 

 

25% der Legastheniker werden straffällig
43% der 8jährigen Legastheniker haben psychische Auffälligkeiten
34% der erwachsenen Legastheniker haben ebenfalls psychische Auffälligkeiten (gegenüber 18% der übrigen Bevölkerung)
12% der 18jährigen Legastheniker sind arbeitslos (gegenüber 4% der übrigen Bevölkerung)
1,6% der Legastheniker besuchen ein Gymnasium (gegenüber 37% der übrigen Bevölkerung)

 

Quelle: Vortrag von Prof. Dr. Thiemo Grimm von der Universität Würzburg 2003